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Feuer und Flamme - Freiwillige Feuerwehr Bretten online

Nachbericht: Schwere Unwetterlage in Bretten

14:26:11 09.06.2016 von Achim Pleyer


Bretten. Am Mittwochabend gegen 18:30 Uhr wurden aufgrund der Unwetter in kürzester Zeit Teile des  Brettener Stadtteils Ruit überflutet. Die Feuerwehr Bretten wurde mit dem Abteilungen Ruit und Bretten alarmiert, zusätzlich wurde die Führungsgruppe Bretten-Gondelsheim hinzu gezogen und bereitet das Brettener Feuerwehrhaus für eine Großschadenslage vor. Nachdem man sich einen ersten Überblick über die Lage verschafft hatte, wurde Vollalarm für die Feuerwehr Bretten, also für alle zehn Abteilungen, ausgelöst und die Kräfte sowie das THW und der Baubetriebshof der Stadt zentral im Feuerwehrhaus Bretten zusammengezogen.

Der Stadtteil Ruit war nahezu unpassierbar. Aufgrund der heftigen Regenfälle schoss eine Flutwelle über die Bauschlotter Straße in den Ortskern von Ruit und setzte diesen schließlich einen dreiviertel Meter unter Wasser. Weiter rutschte ein Hang ab und Geröll versperrte die Zugstecke Bretten-Mühlacker, die im weiteren Verlauf auf Höhe Ölbronn auch noch unterspült wurde. Der Zugverkehr wurde eingestellt, die Feuerwehr evakuierte eingeschlossene Bewohner aus den Häusern und half mit Sandsäcken, zu retten was noch zu retten war. Gleichzeitig wurden an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet die Pegelstände kontrolliert, weitere Vorkehrungen für den Fall, dass die Flutwelle Richtung Bretten gelang getroffen und von der Stadtverwaltung ein Notfalltelefon eingerichtet. Über die Sozialen Medien warnte und informierte die Brettener Feuerwehr permanent die Bürger.

Aufgrund des eingestellten Zugverkehrs stand im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Ruit ein Güterzug auf dem Gleis. Leider kam hier  zu einem folgenschweren Unfall eines 35-jährigen Feuerwehrmannes.

Um sich ein Bild der Lage zu machen und um auf die andere Seite der gesperrten Zugstrecke zu gelangen, stieg der Kamerad eine an einem Waggon angebrachte Leiter hinauf und kam der 15.000 Volt führenden Oberleitung zu nahe. Bei strömendem Regen bildete sich ein Lichtbogen, so dass der Mann mit schweren Verbrennungen und weiteren Verletzungen in den Schotterbereich zwischen die Gleise stürzte. Er wurde durch die anwesenden Feuerwehrkameraden Erstversorgt und dann schwerst verletzt, aber ansprechbar in die Brettener Rechbergklinik gebracht. Von dort wurde er noch in der Nacht mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Zur Betretung der  Unfallzeugen und der anwesenden Feuerwehrkameraden wurden Notfallseelsorger eingesetzt.

Derweil bahnten sich die Fluten weiter ihren Weg. Um Hochwasser-Schäden in der Brettener Innenstadt zu verhindern, wurden an die Brettener Bürger an mehreren Stellen Sandsäcke verteilt, um Keller und Grundstücke zu schützen. Diese mussten durch die Feuerwehrleute zur Erweiterung der bestehenden Lagervorräte vor den Feuerwehrhäusern in Diedelsheim und Bretten gefüllt werden. In Diedelsheim trat er Saalbach dennoch über die Ufer und sorgte auch dort für schwere Überschwemmungen.
Ab 22 Uhr beruhigte sich die Lage dann langsam, die Aufräumarbeiten in und um Bretten dauerten noch bis 2 Uhr an. Einige Keller mussten leer gepumpt und zahlreiche Straßen gereinigt werden. Kreisbrandmeister Thomas Hauk sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Werner Rüssel unterstützen die Einsatzleitung um den stellvertretenden Kommandanten Karlheinz Leichle und die Führungsgruppe. Zur Versorgung der Einsatzkräfte richtete die Bereitschaft des DRK eine Verpflegungsstation im Feuerwehrhaus Bretten ein. Ebenso waren Vertreter aller Organisationen, Polizei, Rettungsdient, THW, Stadtwerke sowie die Stadtverwaltung im Feuerwehrhaus anwesend um schnell Organisationsübergreifend agieren zu können. Oberbürgermeister Martin Wolff und Bürgermeister Michael Nöltner machten sich vor Ort ein Bild der Lage und unterstützten die Einsatzleitung.  

Bericht: Achim Pleyer, Feuerwehr Bretten





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