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Reanimation: Aus Laien kundige Ersthelfer machen

Quelle: EB/aerzteblatt.de / Montag, 16. September 2013

Berlin – Der plötzliche Herztod ist mit bis zu 100 000 Betroffenen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. In 70 Prozent geschieht der Kollaps zu Hause. Obwohl jeder mit einfachen Mitteln helfen könnte, tun es die wenigsten. Nach der aktuellen Bilanz des Deutschen Reanimationsregisters sind nur 15 Prozent der Bevöl­kerung bereit, im Ernstfall Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten.

In den Nieder­landen und skandinavischen Ländern hingegen liegt die Rate bei über 60 Prozent. Dabei ist belegt, dass ein Beginn der Wiederbelebung durch Laien die Überlebensrate des Patienten um das zwei- bis dreifache verbessert.

Mit der „Woche der Wiederbelebung“ unter der Schirmherrschaft des Bundesminis­teriums für Gesundheit, der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), des Berufsverband Deutsche Anästhesisten (BDA) starten der German Resuscitation Council (GRC) und die Stiftung Deutsche Anästhesiologie heute eine breit angelegte Medienkampagne zum Thema Laienreanimation. Damit soll das Selbstvertrauen der Bürger in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer gestärkt werden.

Youtube Video

Die „Woche der Wiederbelebung“ ist Teil eines fünfjährigen interprofessionellen Projek­tes. Dazu gehört unter anderem, die Wiederbelebung in allen Schulen ab dem zwölften Lebensjahr zu lehren. Zwei Unterrichtsstunden jährlich (aus Biologie und Sport) erteilt von Ärzten oder geschulten Lehrern reichen dafür bereits aus, wie Erfahrungen unter anderem in Aachen, Münster und Rostock zeigen. Unterstützung findet das Projekt auf europäischer Ebene: EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg wird am 16. Oktober in Brüssel das Motto des diesjährigen „European Restart a Heart Day“ verkünden: „School Children Save Lifes“

Die „Woche der Wiederbelebung“ wird thematisch von Publikumsmedien und Social-Media-Kanälen (Facebook, Twitter) aufgegriffen. Menschen und Organisationen aus Kliniken, Rettungsdienst, Schulen und Betrieben entwickeln Ideen, wie man das Thema im eigenen Umfeld gestalten kann. Über die zentrale Plattform www.einlebenretten.de* wurden mehr als 400 lokale Aktivitäten von Projekten zur Schülerausbildung über Aktionen in Einkaufszentren und Flashmobs angekündigt.

Die „Woche der Wiederbelebung“ vom 16. bis 22. September soll die Fähigkeiten der Bürger als Ersthelfer stärken.


Veröffentlicht am 22:35:49 01.12.2013 unter dem Titel Reanimation: Aus Laien kundige Ersthelfer machen Ärzteblatt.de


Letzte Aktualisierung
22:37:09 01.12.2013


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